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Kundenmanagement und Kundendialog in der Finanzbranche - Ihr Guide für ein nachhaltiges Konzept
Datum: 20.12.2024 | Autor: Ronald Perschke | Kategorie: Finanzanlagen, Immobilien, Sachkunde, Versicherungen
Inhaltsverzeichnis
2. Kernfrage beantworten: Warum ist effektives Kundenmanagement in der Finanzberatung entscheidend?
Effektives Kundenmanagement in der Finanzberatung ist entscheidend, weil es Finanzberaterinnen und Finanzberater befähigt, Kundendialog und personalisierte Angebote datenbasiert zu steuern, die Kundenbindung zu stärken, Compliance-Anforderungen effizient zu erfüllen und sich im Wettbewerb mit neuen Marktteilnehmern nachhaltig zu behaupten.
Bedeutung auf einen Blick
- Steigerung der Kundenbindung und -loyalität
Durch maßgeschneiderte Kommunikation und Angebote fühlen sich Kundinnen und Kunden verstanden und wertgeschätzt. Ein aktiv gepflegter Kundendialog schafft Vertrauen und sorgt dafür, dass sie nicht zu FinTechs oder Vergleichsportalen abwandern. - Effizienzgewinne durch zentralisierte Kundeninformationen
Ein zentrales CRM-System stellt alle relevanten Daten an einem Ort bereit. Dadurch können Finanzdienstleisterinnen und -dienstleister Anfragen schneller beantworten, Doppelarbeit vermeiden und die Beratung konsistent gestalten. - Personalisierte Kommunikation als Wettbewerbsvorteil
Mit automatisierten, aber individuellen Ansprachen lassen sich Produkte gezielt bewerben. Kundinnen und Kunden erhalten nur die Informationen, die für sie relevant sind – das erhöht die Conversion-Rate und senkt Streuverluste. - Aktives Kundenfeedback als Motor für Verbesserungen
Regelmäßige Rückmeldungen decken Schwachstellen im Prozess auf und liefern Ansatzpunkte für Optimierungen. Finanzberaterinnen und -berater können so ihre Services kontinuierlich weiterentwickeln und die Kundenzufriedenheit erhöhen. - Erfüllung regulatorischer Vorgaben
Ein strukturiertes Kundenmanagement unterstützt beim Datenschutz und bei regelmäßigen Audits. Transparente Prozesse reduzieren das Risiko von Verstößen und schützen die Reputation.
Warum gerade jetzt?
- Anspruchsvollere Kundenerwartungen:
Kundinnen und Kunden erwarten heute nicht mehr nur Standardprodukte, sondern individuelle Lösungen, die genau auf ihre Lebenssituation zugeschnitten sind. Ohne ein ausgefeiltes Kundenmanagement gehen Finanzdienstleisterinnen und -dienstleister Gefahr, als austauschbar wahrgenommen zu werden. - Zunehmende Regulierung:
Datenschutzgesetze und Finanzaufsichtsbehörden legen immer strengere Vorgaben fest. Zentralisierte Kundeninformationen und klar definierte Prozesse im Kundenmanagement helfen, Compliance sicherzustellen. - Wettbewerb mit digitalen Anbietern:
FinTechs und Vergleichsportale punkten mit schnellen, digitalen Abläufen. Nur wer Kundendialog und Beratung mit moderner Technologie verknüpft, kann langfristig mithalten.
Kernvorteile effektiven Kundenmanagements im Detail
1. Nachhaltige Kundenbindung durch personalisierte Angebote
Investitionen in ein robustes Kundenmanagement zahlen sich durch wiederkehrende Umsätze aus. Wenn Finanzberaterinnen und Finanzberater Daten wie Ziele, Risikoprofil oder Lebensereignisse nutzen, um Angebote passgenau zu platzieren, entsteht eine enge Bindung zur Kundschaft. Diese personalisierten Angebote erhöhen nicht nur die Abschlussquoten, sondern fördern auch Weiterempfehlungen im Freundes- und Familienkreis.
2. Ressourcenoptimierung dank Automatisierung
Automatisierte Prozesse – von Erinnerungsmails bis hin zu Follow-up-Anrufen – entlasten das Team und sorgen dafür, dass keine potenziellen Abschlüsse verloren gehen. Ein korrekt konfiguriertes System generiert etwa automatisch Erinnerungen zur Vertragsverlängerung oder Hinweise auf neue, relevante Produkte.
3. Datenbasierte Entscheidungen für bessere Beratung
Zentralisierte Kundeninformationen ermöglichen eine ganzheitliche Sicht auf jede Kundin und jeden Kunden. Finanzberaterinnen und -berater erkennen Muster, z. B. steigendes Interesse an nachhaltigen Investments, und können darauf mit zielgerichteten Produkten reagieren. So wird der Kundendialog relevanter, und die Beratung gewinnt an Wert.
4. Stärkung der Reputation und Compliance
Durch klar dokumentierte Prozesse in einem CRM-System lassen sich Datenschutzmaßnahmen und Audit-Protokolle lückenlos nachweisen. Das minimiert das Risiko von Bußgeldern und schützt die Reputation Ihrer Institution. Gleichzeitig signalisiert Transparenz gegenüber der Kundschaft, dass deren Daten ernst genommen und sicher verwahrt werden.
5. Agilität im Wettbewerb mit FinTechs
Flexibel anpassbare, digital unterstützte Workflows erlauben es klassischen Finanzdienstleistern, ebenso schnell wie digitale Newcomer auf Markttrends und veränderte Kundenbedürfnisse zu reagieren. So können sie beim Thema „Customer Experience“ gleichziehen und ihre Stärken – persönliche Beratung und tiefgehende Expertise – zusätzlich hervorheben.
3. Hintergrund: Definitionen und Relevanz von Kundendialog und Kundenmanagement
Ein fundiertes Verständnis der Kernbegriffe und ihrer Bedeutung bildet die Grundlage für den Aufbau eines nachhaltigen Konzepts. In diesem Abschnitt klären wir zentrale Definitionen, beleuchten die strategische Relevanz und zeigen auf, wie Kundendialog und Kundenmanagement in der Finanzberatung ineinandergreifen.
3.1 Definition: Kundendialog
Kundendialog bezeichnet alle zielgerichteten Kommunikationsprozesse zwischen Finanzdienstleisterinnen und Finanzdienstleistern einerseits und ihren Kundinnen und Kunden andererseits. Er umfasst:
- Synchronen Austausch: Telefonate, persönliche Gespräche, Videoberatungen
- Asynchrone Kommunikation: E-Mails, Chatnachrichten, Push-Notifications
- Automatisierte Interaktionen: Chatbots, Erinnerungs- und Service-Mails
Ziel des Kundendialogs ist es, auf Bedürfnisse einzugehen, Vertrauen aufzubauen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Ein gut gestalteter Kundendialog ist dabei mehr als reiner Informationsaustausch: Er ist ein zentrales Instrument der Kundenbindung und der Differenzierung im Wettbewerb mit neuen Marktteilnehmern wie FinTechs und Vergleichsportalen.
3.2 Definition: Kundenmanagement in der Finanzberatung
Das Kundenmanagement Finanzberatung umfasst alle organisatorischen und technologischen Maßnahmen, die Finanzdienstleister einsetzen, um ihre Kundenbeziehungen strategisch zu planen, zu steuern und zu optimieren. Wesentliche Komponenten sind:
- Zentralisierte Kundeninformationen Sammlung, Strukturierung und Aktualisierung aller Kundendaten in einem CRM-System oder einer Datenplattform.
- Segmentierung und Analyse Klassifizierung der Kundschaft nach Merkmalen wie Lebensphase, Risikoprofil oder Interaktionshistorie.
- Automatisierung von Prozessen Einsatz von Workflows und Trigger-basierten Kampagnen, um personalisierte Kommunikation und Follow-ups zu automatisieren.
- Steuerung des Kundendialogs Planung und Evaluation von Touchpoints entlang der Customer Journey.
- Controlling und Reporting Messung von KPIs wie Abschlussquote, Zufriedenheitswerten und Cross-Selling-Potenzial.
Das Kundenmanagement ist somit eine strategische Disziplin, die Effizienz steigert, Compliance sicherstellt und gleichzeitig die Basis für eine personalisierte Kommunikation und maßgeschneiderte Angebote legt.
3.3 Relevanz im Wettbewerb mit neuen Marktteilnehmern
Die Finanzbranche erlebt aktuell eine Dynamik, die von digitalen Newcomern geprägt ist:
- FinTechs bieten schlanke, digitale Prozesse.
- Vergleichsportale wie Check24 setzen auf Geschwindigkeit und Preistransparenz.
Klassische Finanzdienstleisterinnen und -dienstleister besitzen hingegen Stärken wie persönliche Beratung und umfassende Expertise. Um diese Vorteile auszuspielen, ist ein modernes Kundenmanagement Finanzberatung und ein konsequent gestalteter Kundendialog unerlässlich:
- Schnelle Reaktionszeiten dank zentralisierter Kundeninformationen
- Gezielte Cross-Selling-Chancen durch datenbasierte Segmentierung
- Stärkung der Kundenloyalität durch persönliche Betreuung und individuelle Angebote
Nur wer die Balance zwischen digitaler Effizienz und menschlicher Expertise findet, kann sich im Wettbewerb behaupten.
3.4 Rolle zentralisierter Kundeninformationen
Zentralisierte Kundeninformationen bilden das Fundament:
- Vollständiges Kundenprofil Vertragsdaten, Interaktionen, Präferenzen und Feedback an einem Ort.
- Echtzeit-Zugriff Jede Beraterin und jeder Berater kann sofort auf die Historie zugreifen und den Kundendialog nahtlos fortführen.
- Datenqualität Bereinigung und Aktualisierung reduzieren Fehlerquellen und sorgen für korrekte Auswertungen.
Nutzen im Überblick:
- Konsistente Ansprache über alle Kanäle
- Automatisierte Trigger-Mails (z. B. Ablauf von Verträgen)
- Individuelle Angebote basierend auf Lebensereignissen
3.5 Bedeutung personalisierter Kommunikation
Personalisierte Kommunikation bedeutet, Kundinnen und Kunden genau die Inhalte zukommen zu lassen, die sie in ihrer aktuellen Situation weiterbringen. Beispiele:
- Segmentierte Newsletter zu Themen wie Nachhaltigkeit, Altersvorsorge oder Immobilienfinanzierung
- Geburtstagsgrüße mit Follow-up-Angeboten (z. B. Sparplan-Erhöhung)
- Situationsabhängige Hinweise (z. B. Hinweismail bei Zinssatzänderungen)
Die Vorteile liegen auf der Hand:
- Höhere Öffnungs- und Klickraten
- Steigerung der Abschlussquoten
- Stärkere emotionale Bindung
3.6 Bedeutung von Kundenfeedback
Kundenfeedback ist nicht nur ein Stimmungsbarometer, sondern auch ein Impulsgeber für Verbesserungen. Essentielle Elemente:
- Regelmäßige Zufriedenheitsumfragen
- Kurzbefragungen nach Beratungsgesprächen
- Offene Feedback-Kanäle im Kundenportal
Verfahren zur Auswertung:
- Sentiment-Analysen in Freitextkommentaren
- Trendermittlung bei wiederkehrenden Kritikpunkten
- Ableitung konkreter Maßnahmen (z. B. Schulungen, Prozessanpassungen)
Durch aktives Zuhören und rasches Umsetzen von Feedback entsteht nicht nur ein besseres Kundenerlebnis, sondern auch ein Innovationsschub im eigenen Angebot.
3.7 Relevanz personalisierter Angebote
Personalisierte Angebote sind das Resultat aus Kundendialog, zentralisierten Daten und Feedback-Analysen. Beispiele:
- Dynamische Anlagevorschläge basierend auf Risikoprofil und Markttrends
- Flexibilisierte Kreditraten angepasst an Einkommensveränderungen
- Modulare Versicherungspakete, die sich saisonal anpassen lassen
Vorteile:
- Höhere Abschlusswahrscheinlichkeit
- Mehr Transaktionen pro Kundin und Kunde
- Positive Weiterempfehlungen
4. Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein nachhaltiges Konzept
Im folgenden Praxis-Guide erhalten Finanzberaterinnen und Finanzberater eine klare Roadmap, um ein nachhaltiges Kundenmanagement Finanzberatung mit fokussiertem Kundendialog umzusetzen. Jeder Schritt enthält konkrete Tipps, Checklisten und Beispiele.
4.1 Maßgeschneiderte Lösungen statt Einheitsbrei
Ziel: Kundinnen und Kunden erhalten genau die Produkte, die zu ihrer Lebenssituation passen.
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Bedarfsanalyse durchführen
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Checkliste:
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Ziele (z. B. Altersvorsorge, Immobilienkauf)
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Risikoneigung
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Liquiditätsbedarf
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Tool-Empfehlung: DIN 77230 Finanzanalyse zur systematischen Erfassung.
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Produktauswahl individualisieren
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Beispiel: Kombinieren Sie einen variablen Sparplan mit einer Teilkapitalfreistellung für kurzfristige Ausgaben.
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Tipp: Erstellen Sie für jede Kundin/jeden Kunden ein digitales Produktportfolio im CRM.
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Flexibilitäts-Elemente integrieren
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Variable Zinssätze bei Krediten
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Dynamische Anlagestrategien mit Rebalancing
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Vertragsklauseln für Sondertilgungen
-
Beispiel: Frau Müller, 45, wünscht eine flexible Baufinanzierung. Sie erhält einen Tilgungssatz, der sich nach ihrer Einkommensentwicklung anpasst – dokumentiert im CRM und teilautomatisiert überwacht.
4.2 Datenschutz als Taktgeber im Kundenmanagement
Ziel: Vertrauen schaffen durch transparente und sichere Datenverarbeitung.
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Sicherheitsmaßnahmen implementieren
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Datenverschlüsselung (End-to-End)
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Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle Mitarbeitenden
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Regelmäßige Firewall- und Penetration-Tests
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Transparente Kommunikation
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Veröffentlichung einer leicht verständlichen Datenschutzerklärung online
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Automatisierte E-Mail bei Updates der Datenschutzrichtlinie
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Mitarbeiterschulung etablieren
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Quartalsworkshops zu DSGVO und CyberSecurity
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Gamifizierte Lernmodule zu Phishing-Erkennung
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Audit-Prozess aufsetzen
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Externe Prüferinnen und Prüfer führen jährliche Audits durch
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Ergebnisbericht mit klaren Maßnahmen und Fristen
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Checkliste:
- Sind alle Server verschlüsselt?
- Wurden Mitarbeitende im letzten Quartal geschult?
- Liegt das letzte Auditergebnis vor?
4.3 Wettbewerb mit neuen Marktteilnehmern meistern
Ziel: Stärken der persönlichen Beratung durch digitale Effizienz ergänzen.
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Benchmarking durchführen
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Analysieren Sie 3 FinTech-Anbieter in Ihrer Region
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Ermitteln Sie deren Stärken (Speed, UX, Preis)
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Digitale Touchpoints integrieren
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Videoberatungstermine
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Chatbot-Erstkontakt auf der Website
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Online-Terminbuchung
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Persönliche Beratung hervorheben
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Bieten Sie exklusive Webinare nur für Bestandskundinnen und -kunden an.
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Versenden Sie nach jedem digitalen Kontakt eine persönliche Nachfass-E-Mail.
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USP-Kommunikation
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Erstellen Sie eine One-Pager-Präsentation mit Ihren Kernkompetenzen (Erfahrung, Expertise, Nähe)
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Integrieren Sie Testimonials und Fallstudien
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Beispiel: Ein FinTech lockt mit 24-Stunden-Anschluss. Sie gleichen das aus, indem Sie einen persönlichen Notfall-Kontakt und Sofort-Follow-up innerhalb von 4 Stunden garantieren.
4.4 Zentralisierte Kundeninformationen und Pipeline-Management
Ziel: Einheitliche Datenbasis für konsistente Beratung und effiziente Prozesse.
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CRM-Auswahl und Einrichtung
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Kriterien: DSGVO-Konformität, Schnittstellen (E-Mail, Kalender, Beratungssoftware)
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Empfohlene Systeme: HubSpot CRM, Salesforce Financial Services Cloud
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Datenmigration planen
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Alt-Daten bereinigen und deduplizieren
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Schulung für Datenpflege-Standards
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Pipeline-Definition
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Phasen festlegen (Lead, Qualifizierung, Angebot, Abschluss, After-Sales)
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Automatisierte Status-Updates via Trigger
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Reporting-Dashboard einrichten
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Wichtige Kennzahlen: Abschlussquote, Durchlaufzeit, Cross-Selling-Rate
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Visualisierung: Ampel-System für Bottlenecks
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Checkliste:
- Werden neue Leads innerhalb von 24 Stunden kontaktiert?
- Sind alle Kundendaten aktuell?
- Funktionieren E-Mail-Triggers?
4.5 Automatisierung & aktive Nutzung von Kundendaten
Ziel: Prozesse entlasten und personalisierte Aktionen skalieren.
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Datenanalyse implementieren
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Segmentierung nach Lebensphasen
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Identifikation von Cross-Selling-Potentialen
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Workflow-Automatisierung
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Reminder-Mails für auslaufende Verträge
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Geburtstags- und Jubiläumsgrüße mit Angebotsempfehlungen
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Reminder für Rückläufer (z. B. fehlende Unterlagen)
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A/B-Testing
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Varianten von Betreffzeilen für E-Mails
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Optimierung von Touchpoint-Timing
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Erfolgsmessung
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Conversion-Rate je Workflow
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Öffnungs- und Klickrate bei E-Mail-Kampagnen
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Tipp: Setzen Sie ein einfaches Automatisierungs-Tool wie EngageBay oder Zoho CRM Workflows ein, um ohne IT-Aufwand direkt loszulegen.
4.6 Personalisierte Kommunikation und Angebote
Ziel: Relevanz erhöhen und Kundenbindung vertiefen.
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Dynamische Templates erstellen
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Platzhalter: Name, letzte Transaktion, Segment
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Inhalt: Situationsbezogene Empfehlungen
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Multichannel-Strategie
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E-Mail, SMS, Push-Notification und Brief
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Kanalpräferenzen im CRM hinterlegen
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Content-Planung
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Themenkalender (z. B. Nachhaltigkeit, Ruhestandsplanung)
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Exklusive Webinare und Whitepaper für Segmente
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Ergebnisüberprüfung
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KPI: Click-through-Rate, Angebotsannahme
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Feedback-Loop: Kurze Umfragen nach Interaktion
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Beispiel: Herr Schmidt, 55, interessiert sich für nachhaltige Investments. Er erhält monatlich einen Newsletter mit
aktuellen ESG-Fonds sowie einen persönlichen Anruf seiner Beraterin, um Fragen zu klären.
4.7 Kundenfeedback und kontinuierliche Verbesserung
Ziel: Prozesse optimieren und Kundenzufriedenheit steigern.
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Feedback-Momente definieren
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Nach Erstberatung
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Nach Vertragsabschluss
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Periodisch (jährliche Zufriedenheitsumfrage)
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Automatisierte Umfragen
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Tools: Typeform, SurveyMonkey
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Max. 5 Fragen für hohe Rücklaufquote
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Analyse und Reporting
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Sentiment-Auswertung mit einfachen Textanalyse-Plug-ins
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Quartals-Review mit Maßnahmenplan
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Maßnahmen umsetzen
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Schulungen für Beraterinnen und Berater
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Prozessanpassungen (z. B. Dokumentationsstandard)
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Checkliste:
- Ist der Feedback-Prozess automatisiert?
- Werden kritische Themen innerhalb von 48 Stunden adressiert?
- Gibt es ein Reporting-Meetup im Quartal?
4.8 Kundenloyalitätsprogramme und Belohnungen
Ziel: Treue belohnen und Weiterempfehlungen fördern.
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Punktesystem aufsetzen
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Punkte für Interaktionen (Beratung, Verträge, Empfehlungen)
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Einlösung gegen Prämien (Gebührennachlass, Merchandising)
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VIP-Club
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Exklusive Events (Webinare, Netzwerk-Abende)
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Persönliche Kontaktperson mit Direktdurchwahl
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Empfehlungsprogramm
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Prämie bei erfolgreicher Weiterempfehlung (z. B. 50 € Amazon-Gutschein)
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Automatische Einladungssysteme via CRM
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Monitoring
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KPI: Empfehlungsquote, Programm-Teilnahme
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Regelmäßige Anpassung der Prämienstruktur
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Tipp: Kommunizieren Sie Ihr Loyalitätsprogramm proaktiv in allen Kanälen, damit jede Kundin/jeder Kunde von den Vorteilen erfährt.
Fragen und Antworten
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Wie starte ich mit der Einführung eines CRM-Systems für Finanzberatung?
Bevor Sie ein CRM-System einführen, analysieren Sie Ihre aktuellen Prozesse und definieren Sie klare Ziele (z. B. schnellere Reaktionszeiten, höhere Abschlussquoten). Wählen Sie eine Lösung, die DSGVO-konform ist und Schnittstellen zu Ihren Beratungs-Tools und Kalendern bietet. Planen Sie eine Datenmigration mit Bereinigung und Schulungen für alle Mitarbeitenden ein. Starten Sie mit einem Pilotprojekt in einem Team, um Best Practices zu entwickeln, und rollen Sie das System dann schrittweise aus.
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Wie gewährleiste ich Datenschutz im Kundendialog?
Setzen Sie moderne Sicherheitsmaßnahmen ein: Ende-zu-End-Verschlüsselung, Firewalls und Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle Mitarbeitenden. Kommunizieren Sie transparent in leicht verständlichen Datenschutzerklärungen, wie Kundendaten verarbeitet werden. Führen Sie regelmäßige Audits durch und schulen Sie Ihre Teams quartalsweise zu DSGVO-Themen und Cybersecurity. So nutzen Sie Datenschutz nicht nur als Pflicht, sondern als Vertrauensvorteil im Kundenmanagement Finanzberatung.
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Wie personalisiere ich Angebote effektiv?
Nutzen Sie zentralisierte Kundeninformationen, um Lebensereignisse und Präferenzen zu erkennen. Erstellen Sie dynamische Templates mit Platzhaltern (Name, letzte Transaktion, Segment) und versenden Sie situative E-Mails, SMS oder Push-Notifications. Kombinieren Sie Daten-Triggers (z. B. Vertragsablauf) mit automatisierten Workflows für maßgeschneiderte Produktempfehlungen. Testen Sie regelmäßig verschiedene Ansprachen per A/B-Testing, um Ihre personalisierte Kommunikation kontinuierlich zu optimieren.
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Welche KPIs eignen sich zur Erfolgsmessung im Kundenmanagement?
Wichtige Kennzahlen sind:
- Abschlussquote (Prozentsatz erfolgreich abgeschlossener Angebote)
- Durchschnittliche Reaktionszeit (Zeit bis zur ersten Kundenreaktion)
- Cross-Selling-Rate (Anzahl zusätzlicher Produkte pro Kunde)
- Kundenzufriedenheits-Score (CSAT oder NPS)
- Empfehlungsquote (Weiterempfehlungen durch Kundinnen und Kunden)
Mithilfe eines Dashboards im CRM-System lassen sich diese KPIs in Echtzeit überwachen und Bottlenecks schnell erkennen.
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Wie sammle ich wertvolles Kundenfeedback?
Definieren Sie klare Feedback-Momente: nach Erstberatung, nach Abschluss und in regelmäßigen Abständen (z. B. jährlich). Nutzen Sie kurze Online-Umfragen (max. 5 Fragen) via E-Mail oder App, um die Rücklaufquote hoch zu halten. Ergänzen Sie um offene Feedback-Kanäle im Kundenportal oder Chat. Führen Sie Sentiment-Analysen durch, um Trends zu erkennen, und leiten Sie konkrete Maßnahmen (z. B. Schulungen, Prozessanpassungen) ab.
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Wie behalte ich den Überblick im Wettbewerb mit FinTechs?
Führen Sie regelmäßig Benchmark-Analysen durch, um Stärken und Schwächen digitaler Newcomer zu identifizieren. Ergänzen Sie Ihre persönliche Beratung durch digitale Touchpoints wie Videoberatung oder Online-Terminbuchung. Kommunizieren Sie Ihre USPs (Erfahrung, Vertrauen, individuelle Beratung) gezielt über Website, Social Media und Newsletter. Garantieren Sie schnelle Reaktionszeiten (z. B. Follow-up innerhalb von 4 Stunden), um die Servicequalität zu unterstreichen und gegenüber FinTechs zu punkten.
Wie kann mir Going Public helfen?
Bei Going Public können Sie Wissen und Fähigkeiten erwerben, die Sie in Ihrer Tätigkeit als Versicherungsmakler und Versicherungsmaklerin voranbringen. Wir begleiten unsere Kund:innen von der Anmeldung bis hin zur IHK-Prüfung. Alle vermittelten Inhalte sind praxis- und möglichst nah an den IHK-Prüfungsinhalten orientiert, sodass unsere Absolvent:innen nach bestandener Prüfung ihr neu erworbenes Wissen direkt anwenden können. Lassen Sie sich beraten oder starten Sie direkt durch.
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